Was spricht dagegen Aufgaben zu delegieren?

Nichts.

Das nimmt dem Text jetzt zwar die Antwort vorweg und rational gesehen wissen die meisten Unternehmer und Führungskräfte, dass es sinnvoll ist, Aufgaben zu delegieren.

Doch warum fällt es dann so vielen so schwer, Verantwortung abzugeben?

Ein großer Punkt dabei ist Vertrauen. Die Führungskraft ist häufig schon viele Jahre im Unternehmen (oder hat es gegründet), hat einiges an Berufserfahrung und kennt sich in den Prozessen aus. Jeder weiß, dass Menschen sich zwar ähnlich sein können, aber niemals komplett gleich sind und so geht jeder Mitarbeiter eine Aufgabe auch anders an. Die Angst dahinter: die Person erledigt die Aufgabe nicht zur vollen Zufriedenheit und 100% den Vorstellungen des Delegierenden entsprechend. Derjenige, der die Aufgabe abgeben wollte hat jetzt vielleicht sogar noch mehr Arbeit und investiert mehr Zeit, als wenn er oder sie es von Beginn an selbst gemacht hätte. Oder noch schlimmer: der Fehler fällt intern nicht auf und der Kunde bekommt ein fehlerhaftes Produkt, oder es hat eine negative Außenwirkung.

Dann lieber doch selber machen, oder?

Nein. Denn jede Führungskraft weiß: wenn ich Aufgaben nicht an meine Mitarbeiter delegiere hat das starke negative Auswirkungen auf das Unternehmen und alle beteiligten Personen. Eine Medaille hat immer zwei Seiten, aber schauen wir uns lieber die positiven Auswirkungen an.

Warum macht es Sinn, Aufgaben zu delegieren?

  1. Dein Mitarbeiter wächst an der neuen Aufgabe, lernt dazu und wird dadurch wertvoller für die Firma.
  2. Du entwickelst Dich weiter. Denn du hast plötzlich Kapazität schwierigere Aufgaben anzugehen.
  3. Für Unternehmer: Du hast auf einmal Zeit am Unternehmen zu arbeiten, wenn Du nicht mehr so viel im Unternehmen arbeitest. Ausrichtung und Strategie sind mindestens so wichtig, wie das Daily Business.
  4. Das Unternehmen entwickelt sich = sichere und mehr Arbeitsplätze, mehr Umsatz, mehr Zielerreichung, mehr Spaß.
  5. Und bestimmt fällt Dir spontan noch der ein oder andere Grund ein.

Wie kann ich sicher gehen, dass es gut wird?

So wie es kein Heilversprechen bei Krankheit gibt, gibt es kein Erfolgsversprechen bei Delegation, doch diese Maßnahmen tragen auf jeden Fall zu einer erfolgreichen Übergabe von Aufgaben bei:

  1. Nimm Dir Zeit, um deinen Mitarbeiter gründlich in die neue Aufgabe einzulernen. Erkläre ihm/ihr alles und investiere lieber zu Beginn ein bisschen mehr Zeit, als zu wenig. Hinten raus hast Du mehr Zeit, wenn die Aufgabe erfolgreich delegiert wurde. Es lohn sich also!
  2. Kommuniziere Deine Erwartungen klar und halte diese ggf. schriftlich fest. So hat Dein Mitarbeiter einen klaren Rahmen, an dem er/sie sich orientieren kann. Du kannst nicht enttäuscht oder sauer sein, wenn Dein Mitarbeiter einen bestimmten Punkt nicht erfüllt, wenn Du ihn vorher nicht kommuniziert hast.
  3. Wenn es Dir im “loslassen” hilft: Führe stichprobenartige Kontrollen durch. Wenn es eine bestimmte Zeit lang gut läuft, vertraust Du deinem Mitarbeiter automatisch.
  4. Und zu guter letzt: Sag Deinem Mitarbeiter, dass er/sie trotzdem jederzeit zu Dir kommen kann und Rückfragen stellen kann, wenn er/sie unsicher ist. Denn es gibt genug Mitarbeiter die denken “oh weh, der Chef hat so viel zu tun, den kann ich nicht mit meiner Frage belästigen, da mache ich es lieber irgendwie und hoffe, dass eventuelle Fehler einfach nicht auffallen”.

Bereit Deine Aufgaben zu delegieren und Dein Unternehmen aufs nächste Level zu heben?